Hydraulikfilter wechseln mit allen Typen und Größen von STAUFF (Rücklauffilter, Druckfilter, Saugfilter)

Hydraulikfilter wechseln: 5 wichtige Tipps, die Ihre Anlage schützen

Der Hydraulikfilter: das unterschätzte Bauteil

Wann sollte man einen Hydraulikfilter wechseln und was passiert, wenn man es zu lange hinausschiebt? Diese Frage stellen sich viele Betreiber von Hydraulikanlagen. Die Antwort ist einfacher als man denkt, aber die Konsequenzen eines versäumten Hydraulikfilter wechseln können teuer werden. In diesem Beitrag erklären wir die fünf wichtigsten Punkte, die Sie zu diesem Thema kennen sollten.

Der Hydraulikfilter ist eine der am häufigsten unterschätzten Komponenten im gesamten System. Dabei schützt er jedes andere Bauteil, von der Pumpe über die Ventile bis hin zum Zylinder. Wer regelmäßig den Hydraulikfilter wechseln lässt oder selbst wechselt, investiert wenige Euro und spart damit unter Umständen tausende Euro an Reparaturkosten.

Tipp 1: Verstehen Sie was der Filter wirklich tut

Hydraulikflüssigkeit transportiert nicht nur Druck und Energie, sie nimmt im Betrieb kontinuierlich Partikel, Metallabrieb, Schmutz und Feuchtigkeit auf. Diese Verunreinigungen sind unsichtbar, aber zerstörerisch. Hydraulikfilter halten diese Partikel zurück und schützen so alle sensiblen Bauteile im Kreislauf.

Bereits Partikel ab einer Größe von 10 bis 15 Mikrometern können zu erheblichem Verschleiß führen. Man beachte: Diese Größe ist kleiner als der Durchmesser von einem menschlichen Haar. Deshalb ist das regelmäßige Hydraulikfilter wechseln keine optionale Maßnahme, sondern eine notwendige Voraussetzung für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb jeder Hydraulikanlage.

Je nach Einbauposition unterscheidet man Suagfilter (von der Pumpe), Druckfilter (nach der Pumpe im Hochdruckbereich), Rücklauffilter (im Rücklauf zum Tank), Belüftungsfilter (am Tank) und Nebenstromfilter (parallel zum Hauptkreislauf). Unser Partner, die Firma STAUFF bietet ein vollständiges Programm an hochwertigen Hydraulikfiltern für alle Einbausituationen an. Von der Standardanwendung bis hin zum Hochdrucksystem mit 420bar.

Tipp 2: Den richtigen Zeitpunkt für das Hydraulikfilter Wechseln kennen

Der häufigste Fehler in der Praxis: Man wartet bis die Hydraulikfilter sichtbar verstopft sind oder eine Störmeldung kommt. Dann ist es aber oft schon zu spät: Das Bypass-Ventil hat bereits geöffnet und ungefilterte Hydraulikflüssigkeit ist durch das System geflossen. Der richtige Zeitpunkt für das Hydraulikfilter wechseln orientiert sich an festen Intervallen, nicht an Symptomen. 

Als Faustregel gilt:

  • Erstmaliger Wechsel: Nach den ersten 50 bis 100 Betriebsstunden. In der Einfahrphase entsteht oft besonders viel Materialabrieb durch das Einlaufen der Komponenten.
  • Regelmäßiger Wechsel: Je nach Hersteller und Anlage alle 500 bis 2.000 Betriebsstunden oder mindestens einmal pro Jahr
  • Bei Ölwechsel: Immer gleichzeitig auch den Hydraulikfilter wechseln. Frisches Öl durch einen alten, verschmutzten Filter zu leiten macht wenig Sinn.
  • Sofortwechsel: Wenn der Differenzdruckschalter oder Bypass-Indikator anspricht ist der Filter bereits voll und muss sofort getauscht werden.

Mehr über sinnvolle Wartungsintervalle und wie man Ausfälle durch vorausschauende Instandhaltung verhindert, lesen Sie in unserem Beitrag zu Hydraulik Wartung und Instandhaltung

Tipp 3: Diese Warnsignale sollten Sie nie ignorieren

Auch wer nach festen Intervallen vorgeht, sollte die Warnsignale eines verstopften Filters kennen. Im Betrieb zeigen sich folgende Anzeichen, die auf die Überfälligkeit vom Hydraulikfilter wechseln hindeuten:

  • Druckabfall und langsame Bewegungen: Zylinder arbeiten träger, die Anlage reagiert verzögert; Solche Anzeichen lassen erkennen, dass der Filter zu viel Gegendruck erzeugt.
  • Kavitationsgeräusche: Pfeifende oder ratternde Geräusche aus der Pumpe deuten auf einen Ölmangel durch einen blockierten Saugfilter hin.
  • Überhitzung des Hydrauliköls: Ein verstopfter Hydraulikfilter erhöht den Energieverlust im System, was direkt zu höheren Öltemperaturen führt.
  • Bypass-Indikator leuchtet auf: Die Anzeige am Filtergehäuse signalisiert: Der Filter ist voll, das Bypass-Ventil öffnet, es muss sofort gehandelt werden.
  • Trüber oder dunkler Hydrauliköl: Sichtbare Verfärbungen oder unangenehmer Geruch des Hydrauliköls sind deutliche Zeichen für eine fortgeschrittene Verschmutzung.

Keines dieser Signale sollte ignoriert werden. Je länger Sie warten, desto teurer wird die Folgereparatur.

Tipp 4: Den richtigen Filter für Ihre Anlage wählen

Nicht jeder Hydraulikfilter passt in jede Anlage. Beim Hydraulikfilter wechseln ist die Auswahl des richtigen Ersatzfilters genauso wichtig wie der Wechsel selbst. Wer hier spart oder das Falsche einbaut, riskiert Druckverluste oder unzureichende Filtration.

Die wichtigsten Auswahlkriterien:

  • Filterfeinheit in Mikrometern (µm): 25 µm für Saugfilter, 10 µm für Rücklauffilter, 3 bis 6 µm für Hochpräzisionssysteme mit Servoventilen.
  • Beta-Wert: Gibt den Wirkungsgrad des Filters an. Je höher der Beta-Wert, desto effizienter die Filtration.
  • Druckbeständigkeit: Besonders bei Druckfiltern muss das Gehäuse für den maximalen Betriebsdruck der Anlage ausgelegt sein.
  • Bypass-Ventil: Schützt die Pumpe vor Ölmangel wenn der Filter voll ist. ein Bypass-Ventil sollte in jedem Filtergehäuse integriert sein.
  • Hersteller Kompatibilität: Filtergehäuse und Filterelement sollten im besten Fall vom gleichen Hersteller freigegeben sein. Mischkombinationen können die Filterwirkung reduzieren.

Als Partner der Firma STAUFF bietet MONTARA ein vollständiges Programm an qualitativ hochwertigen Hydraulikfiltern für alle gängigen Anwendungen. Druckfilter, Rücklauffilter, Saugfilter und Nebenstromfilter in allen Feinheiten. Eine Übersicht zu allen Produkten finden Sie unter STAUFF Filterprodukte 

Hydraulikfilter Schnittbild von STAUFF – Filtergehäuse mit Filterelement, Bypass-Ventil und Verschmutzungsanzeige

Tipp 5: So läuft das professionelle Hydraulikfilter wechseln ab

Hydraulikfilter wechseln klingt einfach, in der Praxis gibt es aber einige wichtige Punkte zu beachten, damit das Hydraulikfilter wechseln sicher und sauber abläuft und keine neuen Probleme entstehen.

1.) Anlage drucklos schalten: Vor dem Hydraulikfilter wechseln, schalten Sie die Anlage vollständig ab und lassen Sie den Druck ab. Arbeiten Sie nie unter Druck am Filter!
2.) Altöl auffangen: Stellen Sie geeignete Auffanggefäße bereit. Beim Hydraulikfilter wechseln tritt immer etwas Öl aus. Hydrauliköl ist umweltgefährlich und darf nicht ins Erdreich gelangen.
3.) O-Ringe und Dichtungen prüfen: Kontrollieren Sie beim Hydraulikfilter wechseln immer auch alle Dichtungen und ersetzen diese bei Bedarf. Ein neuer Filter mit alten, spröden Dichtungen ist eine potenzielle Leckage-Quelle.
4.) Neuen Filter korrekt einsetzen: Achten Sie auf die korrekte Einbaurichtung und ziehen Sie das Filtergehäuse handfest an. Achten Sie darauf, dass Sie es nicht überdrehen!
5.) Anlage langsam starten: Lassen Sie nach dem Hydraulikfilter wechseln die Anlage unter Beobachten anlaufen. Achten Sie auf Undichtesten und ungewöhnliche Geräusche und kontrollieren Sie Druck und Temperatur.
6.) Wechsel dokumentieren: Dokumentieren Sie das Datum, die Filterfeinheit und die ausführende Person. Diese Punkte sind wichtig für die Betriebsdokumentation und im Schadensfall.

Die häufigsten Fehler beim Hydraulikfilter wechseln

In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Fehler, die Sie vermeiden können:

  • Falscher Filtertyp: Ein zu grober Filter schützt nicht ausreichend, ein zu feiner Filter erzeugt unnötigen Druckverlust und kann die Pumpe schädigen
  • Billigprodukte: Günstige No-Name Filter halten die angegebene Filterfeinheit oft nicht ein. Im schlimmsten Fall läuft das gesamte Öl am Filtermaterial vorbei.
  • Dichtungen vergessen: Ein alter O-Ring bleibt im Gehäuse und führ zu Undichtesten oder Leckagen nach dem Wechsel
  • Intervall vom Hydraulikfilter wechseln zu falsch gewählt: Der häufigste Fehler in ein zu seltener Wechsel. Wer das Wechseln erst dann in Angriff nimmt, wenn Probleme auftreten, zahlt am Ende immer mehr.
  • Kein Ölwechsel: Filter und Öl hängen direkt zusammen. Nur eines davon zu wechseln bringt nur den halben Nutzen

Hydraulikfilter wechseln in Graz und der Steiermark: MONTARA kommt zu Ihnen

Sie möchten den Hydraulikfilter wechseln lassen, haben aber keine Zeit oder nicht die passenden Filter? MONTARA kommt direkt zu Ihnen. Mit dem Montagefahrzeug auf die Baustelle oder in Ihren Betrieb. Wir übernehmen den Filterwechsel, prüfen gleichzeitig den Zustand des Hydrauliköls, der Dichtungen und der umliegenden Komponenten.

Unser Einsatzgebiet umfasst Graz, die gesamte Steiermark und umliegende Bundesländer. Bei größeren Projekten sind wir auch österreichweit für Sie im Einsatz. Persönliche Beratung, kurze Reaktionszeiten und direkte Ansprechpartner:innen stehen für Sie jederzeit zur Verfügung.

Fazit: Regelmäßiges Hydraulikfilter wechseln ist die günstigste Versicherung

Ein rechtzeitig durchgeführtes Hydraulikfilter wechseln kostet einen Bruchteil dessen, was ein Pumpen- oder Zylinderausfall durch verschmutztes Öl verursacht. Die fünf Tipps aus diesem Artikel helfen Ihnen, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, den passenden Filter zu wählen und den Wechsel sicher durchzuführen. 

Haben Sie Fragen zum Hydraulikfilter Ihrer Anlage oder möchten Sie einen Wartungstermin vereinbaren? Das Team von MONTARA ist persönlich für Sie da.

Haben Sie Fragen zum Hydraulikfilter Ihrer Anlage oder möchten Sie einen Wartungstermin vereinbaren?

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